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Die  wichtigste Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit eures Frettchens ist die Praevention von Erkrankungen.

Impfen:

Frettchen  müssen, auch wenn sie ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, einmal jährlich geimpft werden. Dies geschah bisher immer mit dem Impfstoff für  Hunde. Es gibt einen speziellen Impfstoff für Frettchen, der bisher seine Verwendung in den großen Nerzfarmen fand und deshalb bisher nur in Großpackungen für 250 Tiere erhältlich war. Diesen Impfstoff gibt es jetzt auch als Einzeldosis.

Eine Impfung mit den Frettchenimpfstoffen beinhaltet:

Febrivac Dist. - Staupe

Febrivac 3 Plus - Virusenteritis, Botulismus, Haemorrhagische Pneumonie

Wichtig: Frettchen müssen zusätzlich gegen Tollwut geimpft werden - auch dann, wenn sie sich nur in der Wohnung aufhalten! Man weiß ja nie, was man selbst mit den Schuhen in die Wohnung trägt!

 

Kastration:

Frettchen  sollten unbedingt kastriert werden.

Bei Fähen  besteht die Gefahr der tödlichen Dauerranz. Fähen die nicht kastriert sind  können bereits ab der ersten Ranz in die Dauerranz kommen. Diese Erkrankung  führt sozusagen zu einer Vergiftung der Fähe mit Hormonen. Sie sterben daran, wenn nichts unternommen wird.  Empfehlenswert ist, die Fähe mit Eintritt der ersten Ranz kastrieren zu lassen.

Wichtig: Kastrieren, nicht sterilisieren. Bei der Sterilisation werden lediglich die  Eileiter durchtrennt. Die Fähe kann nicht mehr “schwanger” werden, die Hormonproduktion ist aber nicht eingestellt und somit besteht auch weiterhin die Gefahr der Dauerranz. Bei der Kastration werden Eierstöcke und Gebährmutter  entfernt und somit findet auch keine Hormonproduktion mehr statt. Die Gefahr ist  gebannt!

Bei Rüden  empfiehlt es sich, sie zu kastrieren. Rüden, die in der Ranz sind, sondern einen  starken Geruch ab. Dieser Geruch wird selbst von hartgesottenen Frettchenhaltern  als sehr unangenehm empfunden. Zudem kommt, dass ein ranziger Rüde versucht, die Fähen oder falls nicht vorhanden auch andere Rüden zu begatten. Das ist für die  anderen Tiere schier unerträglich, ständig durch die Gegend geschleppt zu werden  und den Nacken zerbissen zu bekommen. Auch hier bitte ausdrücklich auf eine Kastration bestehen, da sich das Problem ähnlich darstellt: bei der Sterilisation werden dem Rüden lediglich die Samenleiter durchtrennt, bei der  Kastration werden die Hoden entfernt. Auch bei Rüden empfiehlt es sich, zu Beginn der ersten Ranz zu  kastrieren.

Beobachten:

Wichtig  ist, die Frettchen stetig zu beobachten, um Veränderungen im Verhalten (Fressen,  Trinken, Spielverhalten) schnell zu registrieren. Frettchen zeigen häufig erst  auffällige Symptome, wenn es bereits zu spät ist. Kleine Verhaltensänderungen  können aber bereits ein Hinweis sein.

Frettchen  sollten regelmäßig gewogen werden, denn auch ein Gewichtsverlust kann ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein.

Fällt  euch etwas auf, was nicht der Norm entspricht, dann ist es wichtig, mit dem Frettchen beim Tierarzt vorstellig zu werden und die Ursache abzuklären. Allgemein gilt: Besser einmal öfter beim Tierarzt gewesen, als einmal zu  wenig!

Allgemeine Hinweise:

Gefahrenquellen  sollten generell beseitigt werden. Keine chemischen Reiniger oder Putzmittel in Reichweite der Frettchen lassen. Ebenso sollten Medikamente unerreichbar  aufbewahrt werden. Fallen wie gekippte Fenster sollten abgesichert sein. Giftige  Pflanzen gehören auch nicht in die Reichweite der Frettchen. Die Anordnung von  Möbeln sollte gut überlegt sein, damit sie nicht vom Möbelstück auf Fensterbänke oder Balkongeländer klettern können und runterfallen.

Bei der  Ernährung können auch Folgekrankheiten vermieden werden: Niemals Schweinefleisch verfüttern, da Schweinefleisch den für Tiere tödlichen Aujeszky-Virus übertragen kann, an dem sie innerhalb von 24h sterben. Auch sonst sollte bei der  Ernährung der Frettchen auf Hochwertigkeit und Abwechslung geachtet werden, um  Unterversogungen oder Überangebote zu vermeiden- Nieren-und Leberschädigungen  sind nicht selten bei falscher Ernährung.