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Die Geschichte von Tabaluga und Lilly

Am 28. Juni 2005 erreichte uns ein dringender Notruf.

Ein Mann hatte eine Frettchenfähe gefunden und bei sich im Carport erstmal einquartiert.  Das war auch erstmal kein Problem für ihn, bis er am 11.06. zum ersten Mal ein quieken hörte. Unter einer Europalette muss die kleine Fähe Babies zur Welt gebracht haben. Leider hat er unsere Adresse nirgendwo finden können und so kam es, dass es erst an eine Frettchenhilfe in Bayern ging, die die Sache dann an  uns weiter leitete.

Nachdem  der Kontakt hergestellt war, sind wir am nächsten Tag zu dem Mann hingefahren,  um Mutter mit Babys abzuholen, ungewiss, wie viele Welpen es nun sein  würden.

Wir  schauten unter die Europalette und da lag der kleine Welpenmann bei seiner Mama und schlief. Wir haben beiden eingepackt und sind nach Hause gefahren. Das Baby haben wir Tabaluga, seine Mama Lilly getauft.

Hier nun mal ein paar Bilder zu Tabalugas Entwicklung:

29.06.2005

Augen  noch geschlossen, Gewicht: 70gr.

07.07.2005

Augen  noch geschlossen, Gewicht: 140gr.

29.07.2005

Augen  offen, Gewicht: 470gr.

Tabaluga mit 3 Monaten bei den anderen Frettchen

Gewicht: sage und schreibe 2500gr.

Tabaluga (rechts)  im Vergleich zu unserem Amadeus (1600gr.)

Wie sich im Laufe seines Erwachsen werdens herausstellte, handelt es sich um einen  Hybrid. Tabaluga blieb trotz intensiver Beschäftigung scheu, ängstlich und  bissig. Die anderen Frettchen hat er geliebt, aber die Menschen waren ihm nie  ganz geheuer. Als Tabaluga 4 Monate alt war, haben wir seine Mama Lilly in ein  wunderschönes Zuhause vermittelt. Leider erlitt sie nach ihrer Kastration ein  Lungenoedem, an dem sie dann starb.

Tabaluga blieb bei uns, weil er als Hybrid nicht vermittelbar war. Er lebte mit den anderen Frettchen zusammen und fand in Pierrot seinen besten Kumpel. Er war der Boss der Truppe, keiner konnte/wollte ihn herausfordern.

Am 08.08.2006 wurde Tabaluga schwer krank. Er hatte starken Durchfall, konnte nicht mehr richtig laufen und war total dehydriert. Das alles kam sehr plötzlich. Beim Tierarzt wurde er dann notfallmäßig versorgt und es ging ihm dann etwas besser.  Im Laufe des Abends jedoch kam nur noch Blut aus dem After. Dies legte sich bis zum nächsten Morgen und er wurde erneut durch den Tierarzt behandelt. Es schien  bergauf zu gehen, denn er trank und fraß ganz fleißig. Am 10.08. verschlechterte sich sein  Zustand innerhalb von Minuten. Wir ließen uns zeigen, wie man spritzt und haben ihn dann alle 3 Stunden mit Flüssigkeit versorgt. Eine Zwangsernährung war nicht mehr möglich, er biss die Zähne zusammen und nahm nichts mehr an. In  den frühen Morgenstunden des 11.08.2006 starb unser Tabaluga mit 14 Monaten. Das  hat uns sehr hart getroffen. Aber wir freuen uns für ihn, dass er nun wieder bei seiner geliebten Mama sein darf.