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  Verhalten

Tja... das Verhalten der kleinen Kobolde hat viele Facetten- am einfachsten beschreibt  man es glaube ich, mit den Worten : liebenswerte, zerstörerisch veranlagte, kuschelbedürftige, spielwütige Stinker mit unwiderstehlichem Charme! Kurz: es handelt sich hierbei um innerlich zerrissene, ambivalente, charakterstarke Wesen. Ich weiß, der Text ist voller Widersprüche-aber das sind Frettchen auch  *g*.

Frettchen  stellen das komplette Leben auf den Kopf und die Geduld auf eine harte Probe. Alles was nicht niet-und nagelfest ist, wird gnadenlos untersucht,  hinuntergeworfen, zum Spielen genutzt, verschleppt, kaputt gemacht und  schließlich getötet.

Aber liebenswert sind sie trotzdem. Diesen Knopfaugen kann man überhaupt gar nicht  böse sein und erst recht kann man sie für nichts bestrafen. Sie schauen ihren  Menschen an, schlabbern Ohren, Lippen, Kinn und Hände ab um ihnen zu zeigen, dass sie sie über alles lieben, sie knabbern an Zehen und zwicken in Waden um zu zeigen “ich hab dich lieb ich will mit dir spielen”€. Sie kuscheln sich gerne  auch mal bei ihren Menschen ein und lieben sie ohne wenn und aber. Sie brauchen ihren Menschen und die Streicheleinheiten.

Aber am  meisten brauchen sie Artgenossen, mit denen sie toben, spielen, kuscheln und  kommunizieren können. Auch wenn der Mensch eine große Rolle in dem Leben der  Frettchen spielt, so ist er kein Ersatz für einen gleichgesinnten Handtaschenterroristen. Da wird freudig gemuckert und gehüpft, rückwärts gelaufen und gezwickt. Eine solche Spielfreude steckt an und so mancher Mensch  wünscht sich in diesem Moment, ein Frettchen zu sein.

Aber auch  ihr Unbehagen und ihre Wut zeigen sie ganz offen. Es fallen Stinkbomen, der Schwanz wird zur Flaschenbürste und ein deutliches Fauchen zeigen an, dass dem  Fretti irgendwas nicht passt.

Geht es  ihnen schlecht, zeigen sie dies ebenfalls. Sie werden ruhig, suchen die Nähe  ihres Menschen und der Blick in den Augen verrät ihm, dass sie sich nicht wohl fühlen. Hier ist der Mensch gefordert, alles zu tun, damit es dem Stinker wieder gut geht. Und ein Mensch, der ein Herz hat, und schoneinmal einen Blick in das Gesicht seines Frettchens geworfen hat, wird bis zum Ende der Welt und wieder zurück laufen, um diesem Wesen zu helfen.